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WebGPU im Browser

Manche Werkzeuge im Katalog rechnen im Browser auf der Grafikkarte. Das ist der schnelle Rechenweg für KI-Modelle: die schwere Arbeit bleibt auf dem eigenen Gerät, nichts muss hochgeladen werden, kein Konto, kein Server. Damit der Browser die Grafikkarte mitbenutzen darf, gibt es einen eigenen Zugang: WebGPU.

Dieses Blatt erklärt in einfachen Worten, was das ist, wie man prüft, ob das eigene Gerät es kann, und was man tun kann, wenn nicht.

In einem Satz

WebGPU ist die Erlaubnis des Browsers, die Grafikkarte für schwere Rechenaufgaben zu benutzen. Ohne diese Erlaubnis läuft ein Werkzeug, das darauf angewiesen ist, gar nicht erst los.

Woran erkennt man solche Werkzeuge im Katalog?

In der Tafel steht neben dem Werkzeugnamen ein Zeichen (eine Steckkarte) mit dem Hinweis „Braucht WebGPU"; auf der Seite des Werkzeugs steht dieselbe Angabe unter „Technische Details". Fehlt das Zeichen, läuft das Werkzeug auch ohne — dann ist WebGPU höchstens ein Tempo-Vorteil, keine Voraussetzung.

Prüfen, ob das eigene Gerät WebGPU kann

Der Katalog prüft es selbst: auf der Seite Werkzeugkatalog erscheint über der Tafel ein roter Hinweiskasten, wenn dieser Browser kein WebGPU kann. Bleibt der Kasten weg, ist alles in Ordnung. (Der Kasten erscheint nur, wenn mindestens ein Werkzeug im Katalog WebGPU verlangt — sonst wäre die Warnung ohne Anlass.)

Zweiter Weg, falls Sie es genauer wissen wollen: in Chrome oder Edge die Adresse chrome://gpu aufrufen. Dort steht eine Zeile WebGPU mit dem Vermerk Hardware accelerated (beschleunigt) oder Disabled (abgeschaltet).

Was dafür nötig ist

  • Ein aktueller Browser. Chrome und Edge können es seit Fassung 113; Firefox hat es später nachgezogen. Ist der Browser älter als ein bis zwei Jahre, fehlt WebGPU schlicht — dann hilft nur ein Aktualisieren.
  • Eingeschaltete Hardware-Beschleunigung. In den Browsereinstellungen unter „System" gibt es den Schalter Hardwarebeschleunigung verwenden, wenn verfügbar. Ist er aus, kann WebGPU nicht arbeiten.
  • Eine Grafik, die es kann — und ein Treiber, der es kann. Neuere Rechner und Tablets können es in der Regel; auf sehr alten Geräten, in virtuellen Rechnern (Fernwartung, Sitzungen auf einem Server) und in manchen streng verwalteten Schulnetzen fehlt es, weil die Grafik dort gar nicht durchgereicht wird.
  • Bei iPad und iPhone unterstützt Safari WebGPU erst in neueren Fassungen (iPadOS/macOS ab Herbst 2025). Ältere Geräte können es nicht, auch wenn der Browser aktuell ist.

Was tun, wenn es fehlt?

  1. Browser aktualisieren und danach den Browser einmal ganz schließen (ein Neustart des Browsers ist nötig, nicht nur ein neuer Tab).
  2. Hardwarebeschleunigung einschalten und den Browser neu starten.
  3. Ein anderes Gerät nehmen. Auf einem Rechner gelingt es oft, wo ein Tablet oder ein Gerät in einer Fernwartungssitzung es nicht kann.
  4. Ein anderes Werkzeug wählen. Der Katalog nennt zu jedem Werkzeug, was es braucht — Werkzeuge ohne das Zeichen in der Spalte Grafik laufen auch ohne WebGPU.

Wenn es trotzdem nicht läuft

Dann liegt es fast immer an der Grafik selbst: die Karte oder ihr Treiber kann WebGPU nicht, oder das Gerät wird in einer Sitzung ohne Grafik betrieben. Das lässt sich von der Webseite aus nicht beheben — die Prüfung sagt nur ehrlich, was fehlt, statt ein Werkzeug anzubieten, das dann mitten in der Arbeit stehenbleibt.

Für Technik-Interessierte

WebGPU ist der Nachfolger von WebGL: statt nur Bilder zu zeichnen, darf der Browser damit allgemeine Rechenaufträge auf der Grafikkarte ausführen („Compute"). Genau das brauchen Sprachmodelle, die im Browser laufen: sie rechnen Millionen kleiner Multiplikationen, und Grafikkarten sind darauf gebaut, viele davon gleichzeitig zu erledigen. Die Werkzeuge laden ihr Modell einmal herunter; danach bleibt alles auf dem Gerät.